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Welche Proteine ​​sind am besten für Sie?

Protein ist neben Kohlenhydraten und Fetten einer der drei Makronährstoffe, die für einen gesunden Körper unerlässlich sind. Es spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau und Erhalt von Muskeln, Organen, Enzymen und sogar des Immunsystems. Doch Protein ist nicht gleich Protein. In diesem Artikel gehen wir näher auf gesunde Proteine, ihre Vorteile und ihre Bedeutung für eine ausgewogene Ernährung ein.

Was sind Proteine?

Proteine ​​sind komplexe Moleküle, die aus Aminosäuren bestehen, den Bausteinen unseres Körpers. Es gibt 20 verschiedene Aminosäuren, von denen neun essenziell sind. Das bedeutet, dass unser Körper sie nicht selbst herstellen kann und wir sie über die Nahrung aufnehmen müssen.

Proteine ​​kommen sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Die Qualität von Proteinen wird durch ihr Aminosäureprofil und ihre Verwertbarkeit im Körper bestimmt.

Gesunde Proteinquellen

Nicht alle Proteinquellen sind gleichwertig, wenn es um die Gesundheit geht. Manche enthalten viel gesättigte Fettsäuren und Cholesterin, während andere reich an Nährstoffen sind, die zu einem gesunden Körper beitragen.

Magere tierische Proteine

Tierische Produkte enthalten oft hochwertige Proteine, da sie alle essentiellen Aminosäuren enthalten. Zu den gesunden tierischen Proteinquellen gehören beispielsweise:

  • Huhn und Pute: Mageres Geflügel ist reich an Eiweiß und arm an Fett, insbesondere wenn man die Haut entfernt.
  • Mageres Rindfleisch: Wählen Sie mageres Fleisch wie zum Beispiel Steak oder Roastbeef.
  • Fisch und MeeresfrüchteFisch, wie Lachs, Thunfisch Und Makrele liefert nicht nur Proteine, sondern auch gesunde Omega-3-Fettsäuren.
  • EierEier enthalten hochwertige Proteine ​​und wichtige Nährstoffe wie Vitamin B12 und Cholin.
  • fettarme MilchprodukteHüttenkäse, griechischer Joghurt und fettarmer Käse sind hervorragende Proteinquellen ohne die Nachteile gesättigter Fettsäuren.

 

Pflanzliche Proteine

Pflanzliche Proteine ​​erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, insbesondere bei Vegetariern und Veganern. Obwohl viele pflanzliche Proteinquellen nicht alle essentiellen Aminosäuren enthalten, kann eine vielfältige Auswahl ein vollständiges Aminosäureprofil gewährleisten.

  • HülsenfrüchteLinsen, Kichererbsen und schwarze Bohnen sind hervorragende Proteinquellen und reich an Ballaststoffen.
  • Nüsse und SamenMandeln, Walnüsse, Chiasamen und Leinsamen enthalten Proteine ​​und gesunde Fette.
  • QuinoaEine der wenigen pflanzlichen Proteinquellen, die alle essentiellen Aminosäuren enthält.
  • Soja und SojaderivateTofu, Tempeh und Edamame sind hervorragende pflanzliche Proteinquellen.
  • Vollkornprodukte: HaferBrauner Reis und Vollkornbrot liefern neben Eiweiß auch Ballaststoffe und andere wichtige Nährstoffe. 

Vorteile gesunder Proteine

Gesunde Proteine ​​sind für eine gute Gesundheit unerlässlich. Hier sind 5 wichtige Vorteile:

  1. Muskelaufbau und Regeneration

Proteine ​​spielen eine entscheidende Rolle bei der Muskelregeneration und dem Muskelaufbau. Nach intensivem Training entstehen Mikroverletzungen in den Muskeln. Proteine, die aus Aminosäuren bestehen, helfen, diese Schäden zu reparieren und die Muskelproteinsynthese anzuregen. Dieser Prozess sorgt dafür, dass sich die Muskeln nicht nur erholen, sondern auch stärker und größer werden.

Darüber hinaus reduzieren Proteine ​​Muskelschäden und Muskelkater nach dem Training. Sie unterstützen die schnellere Regeneration des Körpers, sodass du schneller wieder fit für die nächste Trainingseinheit bist. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass Proteine ​​den Muskelabbau verhindern. Bekommt der Körper nicht genügend Protein, kann er Muskelmasse abbauen, um Energie zu gewinnen.

  1. Gewichtsmanagement

Protein spielt eine wichtige Rolle bei der Gewichtskontrolle, sowohl beim Abnehmen als auch beim Muskelaufbau. Es sorgt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl, da es langsamer verdaut wird als Kohlenhydrate. Dadurch verspürt man weniger Hunger und nimmt weniger Kalorien zu sich. Zudem benötigt der Körper mehr Energie für die Verdauung von Protein, was zu einem höheren Kalorienverbrauch beiträgt.

Während einer Gewichtsabnahme trägt Eiweiß zum Erhalt der Muskelmasse bei, insbesondere in Kombination mit Krafttraining, und unterstützt die Muskelregeneration und den Muskelaufbau. Es sorgt außerdem für einen stabileren Blutzuckerspiegel und reduziert so Energietiefs und Heißhungerattacken. Eine eiweißreiche Ernährung fördert zudem den Fettabbau und regt den Stoffwechsel leicht an. Die empfohlene Eiweißzufuhr variiert: Für die allgemeine Gesundheit liegt sie bei etwa 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, während Personen, die abnehmen oder Muskeln erhalten möchten, von 1,2 bis 2,2 Gramm pro Kilogramm profitieren. Kraftsportler oder diejenigen, die Muskelmasse aufbauen möchten, erzielen mit 1,6 bis 2,5 Gramm pro Kilogramm optimale Ergebnisse.

  1. Gesunder Stoffwechsel

Proteine ​​spielen eine wesentliche Rolle im Stoffwechsel und tragen auf vielfältige Weise zu einem gut funktionierenden Körper bei. Sie bilden die Bausteine ​​für Enzyme, welche chemische Reaktionen beschleunigen und Prozesse wie Verdauung, Energieproduktion und Zellreparatur effizienter gestalten. Proteine ​​sind zudem essenziell für den Muskelaufbau und die Muskelreparatur, was zu einem gesunden Energiestoffwechsel beiträgt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der thermische Effekt der Nahrung (TEF): Die Verdauung und Verarbeitung von Proteinen erfordert mehr Energie als die von Fetten oder Kohlenhydraten, was den Stoffwechsel vorübergehend erhöht. Proteine ​​spielen auch eine Rolle bei der Hormonregulation, beispielsweise bei der Produktion von Insulin und Glucagon, die den Blutzuckerspiegel und die Energieversorgung regulieren. Darüber hinaus sind Proteine ​​am Transport und der Speicherung von Nährstoffen beteiligt, wie beispielsweise Hämoglobin, das Sauerstoff im Körper transportiert.

  1. Unterstützung des Immunsystems

Proteine ​​sind die Bausteine ​​von Antikörpern, auch Immunglobuline genannt, die Krankheitserreger wie Viren und Bakterien erkennen und neutralisieren. Darüber hinaus bestehen Immunzellen wie weiße Blutkörperchen und T-Zellen größtenteils aus Proteinen, sodass eine ausreichende Proteinzufuhr zur Produktion und Reparatur dieser Zellen beiträgt.

Neben ihrer strukturellen Funktion sind Proteine ​​auch an der Produktion von Enzymen und Zytokinen beteiligt, Signalmolekülen, die Entzündungsreaktionen regulieren und das Immunsystem koordinieren. Sie spielen zudem eine Schlüsselrolle beim Transport essenzieller Immunsubstanzen im Körper, beispielsweise durch Proteine ​​wie Albumin und Transferrin. Darüber hinaus tragen Proteine ​​zu einer gesunden Darmschleimhaut bei, die für ein gut funktionierendes Immunsystem unerlässlich ist, da der Darm eine wichtige Barriere gegen schädliche Mikroorganismen bildet.

Darüber hinaus sind Proteine ​​an der Produktion von Komplementproteinen beteiligt, die dazu beitragen, Bakterien und Viren zu zerstören, indem sie deren Zellmembranen angreifen.

  1. Gesunde Knochen

Knochen bestehen nicht nur aus Mineralien wie Kalzium und Phosphor, sondern auch aus Kollagen, einem Protein, das ihnen Struktur und Flexibilität verleiht. Proteine ​​tragen zur Bildung und zum Erhalt von Kollagen bei, was wiederum zu starken und widerstandsfähigen Knochen beiträgt. Sie regen außerdem die Aktivität der Osteoblasten an, jener Zellen, die neues Knochengewebe bilden, und hemmen gleichzeitig die Aktivität der Osteoklasten, die Knochen abbauen. Dies hilft, die Knochenmasse zu erhalten.

Eine ausreichende Proteinzufuhr fördert zudem die Kalziumaufnahme im Darm und dessen Einlagerung in die Knochen, was zum Aufbau und Erhalt starker Knochen beiträgt. Studien zeigen, dass eine unzureichende Proteinzufuhr das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche erhöht, insbesondere bei älteren Menschen.

Wie viel Protein benötigen Sie?

Die empfohlene Tagesdosis an Protein variiert von Person zu Person. Durchschnittlichen Erwachsenen wird eine Zufuhr von 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Sportler, Schwangere und ältere Menschen benötigen jedoch unter Umständen eine höhere Zufuhr, häufig zwischen 1,2 und 2,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Mögliche Nachteile eines zu hohen Proteinkonsums

Protein ist zwar lebensnotwendig, aber ein übermäßiger Verzehr kann auch Nachteile mit sich bringen. Zu den potenziellen Risiken gehören:

  • NierensteuerEine übermäßige Proteinzufuhr kann die Nieren belasten, insbesondere bei Menschen mit bereits bestehenden Nierenproblemen.
  • Erhöhte Zufuhr von gesättigten FettsäurenTierische Proteine ​​können gesättigte Fettsäuren enthalten, welche das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können.
  • Mangelnde Ausgewogenheit in der ErnährungEine zu proteinreiche Ernährung kann zu Lasten anderer essentieller Nährstoffe wie Ballaststoffe und gesunder Kohlenhydrate gehen.

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Abschluss

Gesunde Proteine ​​sind ein grundlegender Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und tragen zum Muskelaufbau, zur Gewichtskontrolle, zu einem aktiven Stoffwechsel und einem gesunden Immunsystem bei. Sowohl tierische als auch pflanzliche Proteine ​​liefern wertvolle Nährstoffe, sofern sie sorgfältig ausgewählt werden. Mit einer abwechslungsreichen Ernährung und gesunden Proteinquellen können Sie die Vorteile von Proteinen optimal nutzen und zu einem langen und gesunden Leben beitragen.

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